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Wie man ein Restaurant eröffnet – eine kurze Checkliste

Wie man ein Restaurant eröffnet – eine kurze Checkliste

Der Traum vom eigenen Restaurant ist unter den Bundesbürgern gar nicht so selten. Im Gegenteil: Die Gastronomie gehört zu den Branchen, in denen sich viele Deutsche selbstständig machen möchten. Sei es aus dem Wunsch heraus, den Gaumen der Gäste mit den eigenen Kochkünsten zu verwöhnen. Oder um ein individuelles Restaurantkonzept zu erstellen, das einen Teil der eigenen Persönlichkeit zum Ausdruck bringt.

Allerdings erfordert die Eröffnung eines Restaurants mehr als reine Vorstellungskraft. Auch eine gute Planung und Vorbereitung ist gefragt. Die folgenden Tipps können also dabei helfen, dem Traum vom eigenen Gastrobetrieb ein Stückchen näher zu kommen.

1. Die Suche nach einem außergewöhnlichen Restaurantkonzept

Wer glaubt, bei einer Restauranteröffnung sei es damit getan, eine Räumlichkeit zu mieten, Gastrobedarf zu ordern und schließlich die Gäste willkommen zu heißen, liegt leider falsch. Um einen Gastrobetrieb ins Leben zu rufen und vor allem am Laufen zu halten, braucht es viele kleine Zwischenschritte.

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Der erste davon: Ein erfolgversprechendes Konzept muss gewählt werden.
Das Restaurantkonzept entscheidet nicht nur, welche Gerichte später auf der Speisekarte stehen. Es nimmt ebenfalls auf die Größe des Restaurants, seine Ausstattung und das Design Einfluss.

Daher sollte zuallererst klar sein, ob man ein modernes High-End-Restaurant, eine italienische Taverne oder vielleicht ein American Diner eröffnen möchte. Auch Mischkonzepte sind möglich. Etwa ein Fusion-Kitchen-Restaurant, in dem französische Delikatessen auf asiatisches Fingerfood treffen.

Wichtig ist, dass zu Beginn zumindest ein grober Plan des zukünftigen Konzepts steht. Erst dann können weitere Schritte folgen.

2. Die Wahl des passenden Standorts

Sobald klar ist, in welche Richtung das eigene Lokal gehen soll, beginnt die Suche nach einem Standort. Er kann darüber entscheiden, ob das Business boomt oder der Gastrobetrieb bereits nach wenigen Jahren wieder die Pforten schließen muss.

Speziell in Zeiten, in denen die Gastronomie immer mehr in Existenznot gerät, ist die richtige Standortwahl erfolgsentscheidend.

Folgende Fragen sind bei der Suche nach den Räumlichkeiten für das eigene Restaurant wichtig:

  • Passt der gewählte Standort zur Zielgruppe?
  • Ist die Umgebung belebt genug, um Laufkundschaft zu erreichen?
  • Wie sieht die Konkurrenz in unmittelbarer Umgebung aus?
  • Gibt es genug Parkplätze in der Nähe?

Sinnvoll ist es auch, sich darüber zu informieren, ob bereits Bars, Imbisse oder Restaurants in der ausgewählten Gegend schließen mussten und warum. Denn einige Standorte mögen auf den ersten Blick reizvoll aussehen, bieten aber nicht genug Gästeverkehr.

3. Die Suche nach einem stimmigen Restaurantnamen

Das Restaurantkonzept steht. Der perfekte Standort ist ebenfalls gefunden. Nun geht es an die Namensfindung des Lokals.

Die Suche nach einem stimmigen Restaurantnamen

Vielleicht hat der ein oder andere Gründer bereits eine oder mehrere Ideen im Kopf. Allerdings sollte der Name eines Restaurants nicht nur schön klingen. Im Idealfall bedeutet er etwas und passt sowohl zum gewählten Konzept als auch zum Standort. Nur so bleibt er den späteren Gästen auch im Gedächtnis.

Ein einprägsamer Restaurantname ist ein wichtiger Teil der Corporate Identity sowie des Marketing-Konzepts. Vor der endgültigen Wahl kann es daher sinnvoll sein, die Wirkung des Namens objektiv zu prüfen.
So klingt „Am Scheunentor“ mehr nach bodenständiger Hausmannskost als nach Molekular-Küche.

Bei einem Namen wie „Pizza-Ecke“ wissen Besucher gleich, was sie auf der Speisekarte erwartet. Allerdings klingt er weder persönlich, noch originell. Eine bessere Alternative bestünde darin, den eigenen Namen mit ins Spiel zu bringen, etwa „Petras Pizza-Ecke“.

4. Die Vorbereitung des Gastro-Business-Plans

Ein Restaurant ist im Grunde nichts anderes als ein Unternehmen. Bei der Gründung ist daher ein Businessplan entscheidend. Zum einen kann er dabei helfen, Planungsprobleme frühzeitig aufzudecken. Ist etwa die Zielgruppe zu klein? Oder passt die Lage nicht zum Konzept?

Zum anderen ist ein durchdachter Businessplan für die Finanzierung erforderlich. Wer darauf verzichtet, wird von vielen Banken eine Kreditabsage erhalten. Selbst dann, wenn das eigentliche Restaurantkonzept noch so gut klingt.

5. Die Klärung der Finanzierung

Bereits im Jahr 2025 fehlten in vielen Restaurants und Kneipen die Gäste. Diese „Gastro-Krise“ kann es Newcomern auch zukünftig erschweren, eine Finanzierung für das eigene Lokal zu erhalten. Oft ist hohes Eigenkapital erforderlich, damit überhaupt eine Bank den gewünschten Kredit bewilligt.

Wer sich darauf nicht verlassen möchte, kann alternativ auf Privatkredite zurückgreifen. Allerdings müssen die Investoren zuvor vom Konzept des neuen Restaurants überzeugt werden.

Was ist daran so besonders, dass es die Konkurrenz aussticht und die Gäste begeistert? Die Antworten auf diese Frage müssen im Pitch klar und nachvollziehbar dargelegt werden.

Für Restaurantgründer heißt es daher: Sie müssen ihren Traum vom eigenen Lokal gründlich planen, sich sorgfältig auf Finanzierungsgespräche vorbereiten und auch auf schwierige Fragen eine Antwort haben.

6. Die Vorbereitung des „Papierkrams“

Wer ein Restaurant eröffnen möchte, muss sich nicht nur mit Food-Trends auskennen. Viel wichtiger ist für Gründer das Wissen, welche Lizenzen, Genehmigungen und Versicherungen sie benötigen.

Papierkram Erledigen

Ebenso sollten sie sich genau mit dem Gaststättengesetz, dem Hygienerecht und der Lebensmittelkennzeichnung auskennen.

Wichtig zu wissen: Ohne eine Gaststättenerlaubnis darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. Und ohne Beiträge an die GEMA oder die GEZ zu zahlen, fällt die Unterhaltung im Lokal vermutlich sehr eintönig aus.

7. Das Schreiben der Speisekarte

Einer der letzten Schritte bei der Gründung eines Restaurants ist für viele Gründer sicherlich auch einer der schönsten: das Zusammenstellen der Speisekarte.

Zunächst empfiehlt es sich, das Angebot grob zu planen. Welche Speisen sollen dauerhaft auf der Karte stehen? Wie sollen Hauptgerichte und Beilagen miteinander kombiniert werden? Gibt es saisonale Gerichte oder Specials?

Erst im Anschluss geht es an die Gestaltung der eigentlichen Menükarte. Bei dieser ist ein klares und übersichtliches Layout besonders wichtig. Eine gut lesbare Schrift sowie professionelle Bilder sind ein Muss.

Und bei der Benennung der eigenen Kreationen gilt: Kreativität ist zwar schön und gut. Allerdings machen einige Namen mehr Appetit als andere.