Bis 2030: Zentrales Registergericht kommt nach Fulda
Wie jetzt vom Hessischen Justizministerium bekannt gegeben wurde, wird zukünftig in Fulda das zentrale Registergericht aufgebaut. Damit wird es eine Bündelung der 17 Registergerichte des Landes geben. Eine Ausnahme wird Frankfurt am Main bilden. Derzeit ist noch nicht geklärt, ob es später eine Zusammenführung geben wird. In Fulda wird ein neues zentrales Registergericht direkt neben dem Amtsgericht untergebracht. Es gab einige Faktoren, die letztendlich den Zuschlag für Fulda gebracht haben.
Daneben gab es auch andere mögliche Standorte wie Bad Hersfeld, wo man sich jetzt im Nachhinein sehr enttäuscht von der Entscheidung zeigte. Das neue Registergericht, das 2030 eröffnen soll, bringt bis zu 100 neue Justizstellen und könnte dafür sorgen, dass es weniger Abwanderung von ausgebildeten Fachkräften gibt. Die neue Abteilung hat die Aufgabe, als staatliches Register zu fungieren. Mehr zu dem Thema gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Fulda bündelt Hessens Registergerichte
In Fulda wird in Zukunft das zentrale Registergericht für Hessen arbeiten. Das wurde jetzt vom hessischen Justizminister Christian Heinz bekannt gegeben. Die offizielle Zusage überbrachte er persönlich im Stadtschloss an Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Die Aufgabe des Registergerichts besteht darin, die rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse von Unternehmen, Vereinen und Institutionen zu prüfen, einzutragen und für die Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Beispielsweise werden Unternehmen und Kaufleute im Handelsregister geführt. Darüber hinaus gibt es das Vereinsregister, das Genossenschaftsregister und das Güterrechtsregister. Damit werden die bisherigen 17 Registergerichte von Hessen in Fulda zusammengeführt. Derzeit bildet Frankfurt am Main noch eine Ausnahme.
In Frankfurt soll der große Standort vorerst bestehen bleiben, wobei eine Zusammenführung in der Zukunft möglich ist. Das Gericht wird in das Behördenzentrum Fulda untergebracht und damit direkt neben dem Amtsgericht. Neben der ÖPNV-Anbindung und der Nähe zum Arbeits- und Landgericht war die bisherige Arbeit der Fuldaer Registerabteilung ein wichtiger Faktor für die Standortwahl.
Es wurden insgesamt 60 Immobilien bewertet, davon befinden sich vier in Fulda und drei in Bad Hersfeld. Man zeigte sich in Bad Hersfeld sehr enttäuscht über die Entscheidung, zumal man in den letzten Jahren bereits wichtige Behörden verloren hat. Bis 2030 soll der Umzug aller einzelnen Standorte nach Fulda in ein neues zentrales Registergericht abgeschlossen sein.
Positive Auswirkungen für die Region

Wer seine Ausbildung in Osthessen macht, kann jetzt also auf eine Stelle in Fulda hoffen. Auch fallen damit Pendelzeiten weg, da Beschäftigte nicht erst ins Rhein-Main-Gebiet fahren müssen. Als Vorbild sieht man hierbei auch das Zentrale Mahngericht in Hünfeld, das zeigt, wie gut eine dezentrale Zentralisierung funktionieren kann.
Fazit: Zentrales Registergericht in Fulda

