PFAS, auch bekannt als per- und polyfluorierte Chemikalien, sind weit verbreitete Chemikalien, die in einer Vielzahl von Produkten, wie Feuerlöschschäumen, wasser- und schmutzabweisenden Materialien, Teflonpfannen und Lebensmittelverpackungen, verwendet werden. Diese Chemikalien haben jedoch das Potenzial, sowohl die Gesundheit als auch die Umwelt zu schädigen. Daher ist es wichtig, sich über PFAS und ihre Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Umwelt bewusst zu sein.
Was ist PFAS und warum gibt es sie überall?
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen und ist eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die seit den 1950er Jahren hergestellt werden. Sie wurden wegen ihrer wasser- und fettabweisenden Eigenschaften in einer Vielzahl von Produkten eingesetzt. Darunter Lebensmittelverpackungen, Textilien, Polstermöbel, Teppiche, Feuerlöschschäume und Reinigungsmittel. Die Chemikalien sind persistent und können sich in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern.
Einige PFAS wurden mit gesundheitlichen Problemen wie Krebs, Leberschäden, hormonellen Veränderungen und Beeinträchtigungen des Immunsystems in Verbindung gebracht. Die Verwendung dieser Chemikalie ist ein wachsendes Umweltproblem, da sie schwer abbaubar sind und sich überall auf der Welt in der Umwelt angesammelt haben.
PFAS und ihre Verwendung in der Industrie
PFAS sind eine Gruppe synthetischer Chemikalien, die seit den 1940er Jahren in einer Vielzahl von Produkten verwendet werden. Sie sind sehr stabil und können nicht leicht abgebaut werden. Was bedeutet, dass sie sich in der Umwelt und in Organismen anreichern können. Die Chemikalienhaben auch die Fähigkeit, Wasser abzuweisen und sind sehr widerstandsfähig gegen Hitze und Chemikalien. Aufgrund dieser Eigenschaften werden sie häufig in Produkten wie Teflonpfannen, wasser- und schmutzabweisenden Textilien und Feuerlöschschäumen verwendet.
Gesundheitsrisiken der Chemikalie

Umweltauswirkungen von PFAS
PFAS haben nachweislich schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt. Diese Chemikalien sind sehr langlebig und können sich in Wasser, Boden und Luft anreichern. Sie können auch Tiere und Pflanzen beeinträchtigen, da sie sich in der Nahrungskette anreichern können. In einigen Studien wurde gezeigt, dass diese Chemikalien Auswirkungen auf das Fortpflanzungs- und Immunsystem von Wildtieren haben können. Zudem können die Chemikalien auch die Wasserqualität beeinträchtigen. Da sie nicht vollständig aus den Abwässern entfernt werden können und somit in Flüsse und Seen gelangen.
Darüber hinaus können die Chemikalien auch in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelkette vorkommen. Zum Beispiel können sie durch die Verwendung von mit PFAS behandeltem Dünger in den Boden gelangen und von dort aus in Pflanzen und Tiere aufgenommen werden. Den größten Teil der PFAS nehmen Menschen jedoch über Fisch, Innereien und Trinkwasser auf. Beschichtete Pfannen gelten laut Bundesinstitut für Risikobewertung bei normalem Gebrauch als unbedenklich, solange sie nicht leer auf über 360 Grad überhitzt werden. Da es persistente Chemikalien sind, können sie sich im Körper von Tieren und Menschen anreichern und potenziell gesundheitsschädlich sein.
Ein weiteres Umweltproblem im Zusammenhang mit PFAS ist die Entsorgung von Produkten, die diese Chemikalien enthalten. Da die Chemikalien schwer abbaubar sind, können sie sich in Deponien ansammeln und potenziell in die Umwelt gelangen. Das Verbrennen von Produkten, die diese Chemikalien enthalten, kann auch dazu führen, dass diese Chemikalien in die Luft freigesetzt werden und somit zur Luftverschmutzung beitragen.
Insgesamt sind die Umweltauswirkungen von PFAS ein wachsendes Problem und erfordern eine umfassende Strategie, um ihre Verwendung und Auswirkungen zu minimieren.
Regulierung von PFAS

Alternativen zur Chemikalie
Es werden auch Alternativen zu PFAS entwickelt. Häufig setzt die Industrie als Ersatz kurzkettige PFAS aus der sogenannten C6-Chemie ein, die laut Umweltbundesamt selbst extrem langlebig sind und schnell ins Grundwasser gelangen. Eine fluorfreie Alternative sind wasserabweisende Materialien aus Silikon, die allerdings nicht vor Öl und Schmutz schützen. Diese Alternativen können dazu betragen, den Einsatz von Chemikalien wie diese zu reduzieren, aber es ist wichtig zu beachten, dass sie möglicherweise auch eigene Umweltauswirkungen haben können.
Was können Verbraucher tun?
Als Verbraucher können wir auch unseren Teil dazu beitragen, den Einsatz von PFAS zu reduzieren. Eine Möglichkeit besteht darin, Produkte zu wählen, die keine Chemikalien wie diese enthalten oder solche, die mit umweltfreundlicheren Alternativen hergestellt wurden. Verbraucher können auch auf Produkte achten, die mit Zertifizierungen wie dem Öko-Tex Standard 100 oder dem Bluesign-Standard ausgezeichnet sind, da diese Standards den Einsatz von schädlichen Chemikalien einschränken.
Darüber hinaus können wir als Verbraucher auch unser Verhalten ändern. Eine Möglichkeit besteht darin, die Verwendung von Einweg-Kunststoffen zu reduzieren und wiederverwendbare Alternativen zu wählen. Wir können auch darauf achten, dass wir Produkte auf eine umweltfreundliche Weise entsorgen, indem wir sie recyceln oder sachgemäß entsorgen.
Fazit zu den Ewigkeitschemikalien PFAS

In die Nahrung gelangen diese Chemikalien etwa über belastete Düngemittel, den größten Teil nehmen Menschen jedoch über Fisch, Meeresfrüchte, Innereien und Trinkwasser auf. Umweltschützer und Regierungen setzen sich daher für eine Reduzierung der Verwendung von PFAS ein. Alternativen zu PFAS sind verfügbar und sollten gefördert werden, um langfristige Umweltschäden zu vermeiden. Eine umfassende Strategie zur Reduzierung der Verwendung und zum Schutz der Umwelt und Gesundheit ist notwendig, um die langfristigen Auswirkungen von PFAS zu minimieren.


