DAGA 2016 Rückblick: 42. Jahrestagung für Akustik in Aachen

DAGA 2016 - 42. Jahrestagung für Akustik

Seit Anfang der siebziger Jahre findet regelmäßig die DAGA statt, die Jahrestagung für Akustik. Für die 42. Ausgabe ging es einmal mehr nach Aachen. Es war bereits das vierte Mal, dass es für dieses Treffen in die Domstadt am Dreiländereck ging. Über vier Tage lang dauerte die Tagung, die hauptsächlich im Eurogress Aachen durchgeführt wurde, teilweise aber auch direkt am Institut für Technische Akustik der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule Aachen.

Ein Jahr nach der Tagung in Nürnberg waren auch in diesem Jahr wieder die Deutsche Physikalische Gesellschaft, die European Acoustics Association sowie die Informationstechnische Gesellschaft mit dabei. Über vier Tage ging es in vielfacher Weise um das Thema Akustik. Dafür wurden Fachvorträge gehalten, Workshops durchgeführt und verschiedene Events auf die Beine gestellt. Den Rückblick auf die DAGA 2026 in Aachen gibt es in diesem Artikel.

Jahrestagung für Akustik 2016 in Aachen

Jährlich findet die DAGA statt. Bei dieser Jahrestagung, die traditionell im März ausgerichtet wird, wird über die Entwicklungen im Bereich der Akustik gesprochen. Ausgerichtet wird sie von der Deutschen Gesellschaft für Akustik, der DEGA. Beteiligt sind die Informationstechnische Gesellschaft, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und der Normenausschuss Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik (NALS). In diesem Jahr ging es einmal mehr nach Aachen, wo die Tagung bereits 1973, 1987 und zuletzt 2003 stattgefunden hat. Der größte Teil der Tagung fand im Kongress- und Veranstaltungszentrum Eurogress Aachen statt. Für andere Teile der Konferenz wie studentische Treffen oder Vorkolloquien ging es an die Rheinisch-Westfälisch Technische Hochschule Aachen.

Das diesjährige Programm

Es wurde ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, das sich aus verschiedenen Veranstaltungsarten zusammengesetzt hat. Dazu gehörten Workshops und Fachvorträge. Am 14. März ging es mit Vorkolloquien los. Dafür wurden drei Halbtags-Seminare angeboten. Das waren “Virtuelle Akustik – Einführung in die Echtzeit-Simulation und audio-visuelle Wiedergabe virtueller Welten”, “Auditive Kognition unter komplexen Reisebedingungen mit Störschall” und “Fahrzeugakustik”. Am ersten Tag fand zudem die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Akustik statt. Zudem gab es die Eröffnung der tagungsbegleitenden Firmenausstellung, zu der es einen Sektempfang gab. Weitere Punkte des ersten Tages waren “Quiet-Track – Abschlusskonferenz und Workshop” sowie “Young Professionals – Icebreaker”.

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Die offizielle Eröffnung fand am 15. März statt. Dazu gab es Grußworte und Musik, außerdem die diesjährige Verleihung der verschiedenen Preise. Danach ging es mit einem Plenarvortrag von Joachim Scheuren weiter. Er hielt einen Übersichtsvortrag über die historische Entwicklung und die Zukunftsperspektiven der Ingenieurakustik zwischen physikalischer Wissenschaft und praktischer Anwendung. Danach folgten ab 12 Uhr zahlreiche parallele Sessions, unter anderem zu Schienenfahrzeugen und Raumakustik. Es gab außerdem auch Vorträge und Poster-Sessions. Am Abend ging es ins Ludwig-Forum für Internationale Kunst. Dort wurde ein geselliger Abend mit einer genreübergreifenden Jam-Session gefeiert.

Auch die beiden weiteren Tage waren gut mit Programm gefüllt. Am Mittwoch gab es den Plenarvortrag von Prof. Christy K. Holland aus den USA über “Mikrobläschen-Pumpen” und wie therapeutischer Ultraschall eingesetzt werden kann, um Blutgerinnsel gezielt aufzulösen oder Medikamente und Gase im Körper freizusetzen. Weiter gab es einen speziellen Informationsvortrag zum Thema der DFG-Förderprogramme. Im Aachener Dom fand zudem am Abend ein feierliches Orgelkonzert statt. Am Donnerstag gab es von Dr. Jan Rennies-Hochmuth einen weiteren Plenarvortrag. Er sprach über die Mechanismen des „binauralen Hörens” und wie mathematische Modelle helfen, die Sprachverständlichkeit in schweren Alltagssituationen automatisch zu verbessern.

Verleihung der Preise

Schon am ersten Tag wurden Preise für besondere Leistungen verliehen. In diesem Jahr ging die Helmholtz-Medaille, die höchste Auszeichnung der DEGA, ging an Prof. Joachim Scheuren, der für sein Lebenswerk im Bereich des technischen Lärmschutzes ausgezeichnet wurde. Dr. Jan Rennies-Hochmuth wurde als hervorragender Nachwuchswissenschaftler mit dem Lothar-Cremer-Preis ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielt er für seine Arbeiten zum Thema der Sprachverständlichkeit. Zudem gab es die DEGA-Studienpreise für Andreas Renz und Tamara C. Snare. Während die Helmholtz-Medaille ein reiner Ehrenpreis ist, sind die anderen Preise auch dotiert. 2.000 Euro für den Lothar-Cremer-Preis und 700 Euro für den DEGA-Studienpreis.

Die Deutsche Gesellschaft für Akustik

Die DEGA ist 1988 aus der damaligen DAGA – der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Akustik – hervorgegangen. Sie gilt als Dachverband für Akustiker und organisiert die jährlichen Jahrestagungen. Innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Akustik gibt es verschiedene Fachgruppen, zu denen Elektroakustik, Fahrzeugakustik, Hörakustik, Ultraschall und Strömungsakustik gehören.

Die Deutsche Gesellschaft für Akustik

Zu den weiteren Aktivitäten gehören die Koordination des “Tags gegen Lärm” und die Herausgabe des “Akustik Journals”. Sie verleiht zudem den DEGA-Studienpreis, den Lothar-Cremer-Preis und die Helmholtz-Medaille. Die erste Jahrestagung, noch vor Gründung der DEGA, fand 1970 in Berlin statt. Im letzten Jahr ging es nach Nürnberg, im nächsten Jahr wird es nach Kiel gehen.

Aachen als Austragungsort

Mit der diesjährigen Konferenz war es bereits das vierte Mal, dass es für die Jahrestagung für Akustik nach Aachen ging. Die Stadt ist immer eine Reise wert, sodass Teilnehmer der Tagung auch die Gelegenheit nutzten, um sich etwas umzuschauen. Der Aachener Dom ist von besonderer Bedeutung und wurde 1978 zurecht als erstes deutsches UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Die Stadt ist als Kaiserstadt Karls des Großen bekannt geworden, hat aber schon für die Römer aufgrund der heißen, schwefelhaltigen Thermalquellen eine besondere Bedeutung gehabt. Zudem liegt Aachen direkt am Dreiländereck und somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu den Niederlanden und Belgien. Die RWTH Aachen gilt als eine der renommiertesten technischen Universitäten Europas. Und auch der Aachener Printen ist nicht grundlos überregional bekannt.

Fazit zur Jahrestagung für Akustik in Aachen

Fazit zur Jahrestagung für Akustik in AachenEinmal mehr hat sich Aachen als perfekter Austragungsort für die 42. Jahrestagung für Akustik gezeigt. Das liegt natürlich auch an der RWTH Aachen, wobei der größte Teil der Konferenz im Eurogress stattgefunden hat. Dort gab es in diesem Jahr vom 14. bis zum 17. März ein Programm, das Plenarvorträge, Workshops und Poster-Sessions umfasste. Natürlich gab es daneben auch ein Freizeitprogramm. Ferner wurden auch in diesem Jahr wieder Preise verliehen. Prof. Joachim Scheuren durfte sich über die Helmholtz-Medaille freuen. Die vier Tage boten viele verschiedene Aspekte, die mit der Akustik im Zusammenhang stehen. Zudem gab es auch bereits einen kleinen Ausblick auf die Jahrestagung im nächsten Jahr, für die es an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gehen wird.