Öl als Investment für die Zukunft

Öl als Investment für die Zukunft

Kein anderer Rohstoff erhält aktuell so viel an Aufmerksamkeit, wie Öl. Fakt ist, dieser ist sehr vielseitig einsetzbar und wird vor allem in den USA, Russland und Saudi-Arabien gefördert, dazu kommen Kanada und die Staaten am Persischen Golf. In Raffinerien wird das Rohöl anschließend für die Endverbraucher nutzbar gemacht.

Öl ist für viele alltägliche Dinge unverzichtbar, trotzdem schwankt sein Preis stark. Ein Barrel der Sorte Brent kostete 2022 im Schnitt rund 101 US-Dollar, 2025 nur noch rund 69 US-Dollar. Anleger müssen also auch mit Verlusten rechnen. Dabei gibt es verschiedene Wege, wie man in Öl sein Geld anlegen kann. Diese werden nachfolgend erläutert!

So können Anleger in Öl investieren

Mittlerweile gibt es mehrere Varianten, um Öl als gewinnbringendes Investment anzuerkennen:

Öl Aktien

So können Anleger in Öl investierenGeld in Aktien anzulegen, ist nichts Neues. Unternehmen, welche Öl als Hauptbestandteil ihres Geschäftsfeldes nutzen, beispielsweise Multi-Konzerne wie BP oder auch Shell, bieten Aktien an, welche Investoren erwerben können. Dabei zu hoffen, dass die Kurse dieser steigen ist genau das, warum viele von uns auf Aktien dieser Art setzen. Generell gilt, Anleger sollten schauen, wie sich der Ölpreis in den letzten Monaten entwickelt hat, gerade dann, wenn man schon ein Unternehmen auserkoren hat, wovon Öl-Aktien erworben werden sollen. Eine Risikostreuung ist hier sicher angebracht, da man nicht das gesamte Ersparte auf ein Pferd setzen sollte.

ETF’s

Exchange Traded Funds (ETFs) sind ebenfalls beliebt. Reine Öl-ETFs sind in der EU jedoch nicht zulässig, da ETFs breit gestreut sein müssen. Den Ölpreis bilden stattdessen ETCs (Exchange Traded Commodities) über Terminkontrakte ab und schwanken entsprechend stark. ETFs auf Energie-Aktien streuen breiter, hängen aber ebenfalls vom Ölpreis ab.

Futures

Öl-Futures ist eine Anlageform, welche sehr spekulativ ist. Die Kontrakte beziehen sich auf Rohöl wie die Sorten Brent oder WTI und können sehr riskant sein, wie der April 2020 zeigte, als der Preis für US-Öl an der Terminbörse kurzzeitig unter null fiel. Die Gefahr ist hier groß, dass diese keine Renditen abwerfen oder die Finanzen futsch sind. Dennoch gilt, eine Ölknappheit kann die Preise steigen lassen, wie bei anderen Investments auch.

Die Risiken bei Öl-Investitionen

Jede Anlageform ist eine Investition in die Zukunft, welche jedoch auch verschiedene Risiken mit sich bringen. Einige davon werden nachfolgend kurz erklärt.

Hohe Volatilität

Die Risiken bei Öl-InvestitionenDie Preise und Kurse schwanken stets. Diese unterliegen auch den aktuellen Sprit- und Ölpreisen. Einfluss nehmen zudem Förderländer wie die im Bündnis OPEC+, die ihre Fördermengen gemeinsam festlegen und damit das Angebot steuern. Herrscht eine sehr große Nachfrage sowie Abhängigkeit von Öl, so steigen auch die Renditen und somit sämtliche Aktien- beziehungsweise Fondswerte. Kurseinbrüche drohen vor allem, wenn die Nachfrage sinkt oder mehr Öl auf den Markt kommt, während Knappheit und Kriege den Preis meist nach oben treiben.

Katastrophen und Skandale

Kriege oder ein Öl-Embargo verknappen das Angebot und treiben den Ölpreis meist nach oben, statt ihn zu senken. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und dem EU-Embargo für russisches Rohöl kostete ein Barrel Brent 2022 im Schnitt rund 101 US-Dollar, und Shell verdoppelte seinen bereinigten Gewinn. Solche Preissprünge sind jedoch kaum vorherzusagen und können sich schnell umkehren, wie 2026 der Rückgang von rund 117 US-Dollar im April auf rund 84 US-Dollar im Juli zeigte. Wer zu spät einsteigt, hat dann das Nachsehen.

Währungsrisiken mit Öl

Es würde kein Handel mit Öl geben, wenn dieses nicht stets einen Gegenwert besitzt. International wird Öl in US-Dollar gehandelt, auch die wichtige Referenzsorte Brent notiert in Dollar. Für Anleger aus dem Euroraum spielt deshalb der Wechselkurs eine große Rolle. Legt der Euro gegenüber dem Dollar zu, schmälert das den Wert einer Ölanlage in Euro gerechnet, selbst wenn der Ölpreis gleich bleibt. Fällt der Euro, steigt ihr Wert in Euro. Dieses Währungsrisiko kommt zu den Schwankungen des Ölpreises hinzu.

Tools können den Handel erleichtern

Tools können den Handel erleichternGerade wer viel und schnell mit Öl handeln möchte, kann dabei auf verschiedene Plattformen und Trading-Helfer zurückgreifen. Beliebt sind etwa Auto-Trader und Trading-Roboter, welche den Ölmarkt überwachen und nach verschiedenen Algorithmen reagieren, wobei die BaFin rät, die Zulassung solcher Anbieter vorab in ihrer Unternehmensdatenbank zu prüfen. Ebenso gibt es Apps, welche den bisherigen Kursverlauf beispielsweise einer Ölaktie zeigen. Das hilft dabei, die Popularität und Stabilität von dieser über einen bestimmten Zeitraum nachverfolgen zu können.

Auf Tests und Vergleiche zurückzugreifen

Wer ein Investment in Öl anstrebt, sollte sich natürlich im Vorfeld erkundigen, welche Varianten der Anlage aktuell lukrativ und gefragt sind. Viele Internetseiten und Portale bieten Vergleiche von Aktien sowie Fonds und ETFs als Übersicht an, mitsamt deren Kursentwicklung. Auch die Seriosität von Anlageportalen kann mithilfe von Bewertungen, Vergleichsportalen und Tests nachvollzogen werden.

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Es ist wichtig zu verstehen, dass man sein Geld nicht allein auf eine Aktie oder Anlageform setzen sollte. Da die Ölpreise stets und teils sehr stark schwanken, kann dies bis zu einem Totalverlust führen. Sich jeden Tag neu zu informieren, welche Trends und Kurse aktuell sind, gehört zum Dasein eines Anlegers stets mit dazu.

Fazit zu Öl Investments

Lukrative Anlageformen gibt es viele, man muss sie nur finden und für sich entdecken. Gerade wer frisch in die Materie einsteigt und noch nicht weiß, welche Varianten der Öl-Anlage sich lohnen, sollte die Zeit haben sowie investieren, Vergleiche anzustellen beziehungsweise Rezensionen anderer Anleger heranzuziehen. Klein anzufangen und immer im Hinterkopf zu behalten, dass ein Investment auch zu einem finanziellen Verlust führen kann ist wichtig. Von der Illusion, schnell durch Anlagen reich zu werden, sollte man sich verabschieden.

Dafür sind die Kurssteigerungen in vielen Bereichen dann doch nicht so hoch, dass man über Nacht vermögend wird. Vorteilhaft ist zweifelsohne, dass Öl immer auch eine gewisse Abhängigkeit für Staaten und Menschen bedeutet. Solange man sich von diesem Rohstoff im Alltag also nicht verabschieden kann, bleibt Öl gefragt, garantiert ist ein Gewinn aber nicht. Die Internationale Energieagentur erwartet in einem Szenario, dass sich die weltweite Ölnachfrage um 2030 einpendelt und danach langsam sinkt. Anders sieht es aus, wenn irgendwann das Aus von Verbrenner-Motoren und Heizen via Öl zur anhaltenden Realität wird. Dann sinkt auch die Nachfrage von Öl weltweit und die Renditen.