Softdrinks – die unterschätzte Gefahr für die Gesundheit
Es gibt viele Dinge, die man für seine Gesundheit tun kann und viele, die man unterlassen sollte, um seiner Gesundheit nicht zu schaden. Manche Dinge davon fallen schwer, doch gerade beim Thema Softdrinks kann man mit ein wenig Verzicht große Wirkungen entfalten. Unter den vielen Lebensmitteln, die man heute nur in geringen Maßen verzehren sollte, gehören Softdrinks zu einer der größten Gefahren. Zum einen sind Getränke wie Cola und Limonaden sehr beliebt, preisgünstig und überall erhältlich, zum anderen enthalten sie enorm viel Zucker.
Die Folge: Weltweit steigen die Zahlen für Diabetes Neuerkrankungen. Auch wirken sich Softdrinks negativ auf das Herz-Kreislauf-System sowie das Gehirn und die Verdauung aus. Auch die zuckerfreien Alternativen haben ihre Tücken, sodass man am besten die Finger ganz davon lässt. Warum Softdrinks so gefährlich sind, gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Konsum steigt weltweit an
Die ungesunden Aspekte von Softdrinks sind besorgniserregend an sich. Doch dazu kommt, dass weltweit der Konsum von Cola, Limonaden und anderen gezuckerten Getränken ansteigt. In Deutschland liegt Cola in der Beliebtheit noch vor dem Pils-Bier. Besonders junge Erwachsene im Alter von 18 bis 39 konsumieren sehr viel davon, oft mehrmals pro Woche.
Problematisch ist auch, dass in Schwellenländern von Lateinamerika und Afrika der Konsum mit dem wachsenden Einkommen ansteigt. Dadurch ergeben sich nicht nur Probleme für den Einzelnen, sondern auch für die Gesundheitssysteme. Grundsätzlich ist jeder einzelne gefragt, doch das Problem ist so groß und systematisch verankert, dass es auch politische Lösungen braucht.
Zu viel Zucker in den Softdrinks
Grundlegend ist das Problem sehr einfach, denn Softdrinks enthalten Zucker. Sehr viel Zucker. Ein Glas Cola von 250 ml enthält in der Regel rund 27 g Zucker, was beinahe 9 Würfelzucker entspricht. Wer mehrfach solche Getränke trinkt, nimmt damit letztendlich puren Zucker zu sich, der gesundheitlich große Folgen haben kann. Der Diabetes Typ 2 ist immer häufiger ein ernstes Problem. Jährlich steigen die Neuerkrankungen an, die auf zuckergesüßte Getränke zurückzuführen sind. Mehr noch begünstigt der Zucker der Softdrinks viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der hohe Konsum schadet dem Gedächtnis und erhöht zudem das Risiko für tödliche Verdauungserkrankungen.
| Getränk | Zuckergehalt pro 100 ml | Zucker pro 330 ml | Entspricht ca. Zuckerwürfeln* |
|---|---|---|---|
| Cola | 10,6 g | 35 g | 12 |
| Energy Drink | 11,0 g | 36 g | 12 |
| Orangenlimonade | 9,0 g | 30 g | 10 |
| Eistee Pfirsich | 6,7 g | 22 g | 7 |
| Apfelschorle | 4,5 g | 15 g | 5 |
| Ungesüßter Tee | 0 g | 0 g | 0 |
| Wasser mit Geschmack | 0 – 1 g | 0 – 3 g | 0 – 1 |
| Mineralwasser | 0 g | 0 g | 0 |
*Ein Zuckerwürfel entspricht ungefähr 3 Gramm Zucker.
Grundsätzlich führt die schnelle Verdauung zu Spitzen im Blutzuckerspiegel, wodurch die Insulinresistenz ansteigt. Allerdings gibt es kein Sättigungsgefühl, was schnell zu Problemen führt. Abgesehen vom Zucker ist auch die Säure ein großes Problem. Säuren mit einem pH-Wert unter 4 greifen den Zahnschmelz an. Das bedeutet, dass Limonaden, Eistees und Colas die Mineralien aus dem Schmelz der Zähne lösen, wodurch Karies begünstigt wird. Dabei macht es im Grunde auch keinen Unterschied, ob man zur Cola greift oder zu vermeintlich gesunden Alternativen wie Apfelschorlen. Auch Light- und Zero-Getränke sind mit Vorsicht zu genießen. Der enthaltene Süßstoff kann sich ebenfalls negativ auf das Sterberisiko auswirken. Langzeitbeobachtungen lassen auf erhöhte Gefahren für Schlaganfälle und Demenz schließen.
Politische Forderungen und Alternativen
Softdrinks sind sehr leicht zugänglich, vor allem auch für Kinder und Jugendliche. Daher gibt es immer wieder politische Forderungen, um den Konsum von Softdrinks einzudämmen. Die Rede ist dabei oft von einer Zuckersteuer, die bereits in Großbritannien eingeführt wurde. In der Folge sinkt der Konsum, zusätzlich reduzieren Hersteller den Zuckergehalt, um Kosten zu sparen. Während die Maßnahmen dort Wirkung zeigen, wird in Deutschland weiterhin eine mögliche Zuckersteuer kontrovers diskutiert. Auch gibt es Forderungen, dass es Werbebeschränkungen für Softdrinks geben soll. Vor allem, wenn Kinder potenzielle Kunden sind.

Wer viel Softdrinks trinkt, wird den Umstieg schwierig finden, doch es lohnt sich. Zu Anfang kann der Konsum einfach reduziert werden. Noch besser funktioniert es, wenn man auf Alternativen zurückgreift. Besonders gut eignet sich Wasser, das mit Kräutern, Früchten oder Tee geschmacklich aufgepeppt wird. Der Fantasie sind dabei eigentlich keine Grenzen gesetzt. Grundsätzlich ist es zu empfehlen, dass die meiste Flüssigkeit einfach über stilles Wasser zugeführt wird. Auch können Säfte genutzt werden, die aber stark verdünnt werden sollten. Kokoswasser, Mate-Tee oder grüner Tee mit Zitrone sind ebenfalls tolle Alternativen.
Fazit zu Softdrinks

