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Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027: Aktien, ETFs und Fonds fürs Alter

Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027: Aktien, ETFs und Fonds fürs Alter

Die 2002 eingeführte Riester Rente erhält mit dem neuen Altersvorsorgedepot eine Alternative, die wesentlich flexibler und zeitgemäßer ist. Beschlossen wurde die Reform durch die bestehende Koalition aus CDU/CSU und SPD, wobei teilweise Pläne verwirklicht wurden, die schon unter Christian Lindner als Finanzminister erarbeitet wurden. Beschlossen wurde das Altersvorsorgereformgesetz am 27. März 2026.

Eingeführt wird es ab dem 1. Januar 2027. Ab dann werden staatlich geförderte Altersvorsorgedepots angeboten, die mit einer großen Flexibilität glänzen können. Das bedeutet, dass Sparer über diese Depots in Aktien, ETFs und Fonds investieren können, um langfristig von den Marktrenditen zu profitieren und am Ende mehr als nur die gesetzliche Rente zu erhalten. Angeboten werden in Zukunft Garantieprodukte und risikoreichere Depots, die höhere Renditechancen bringen. Die wichtigsten Informationen zur neuen Reform gibt es in diesem Artikel.

Reform für mehr Investitionsfreiheit

Der Deutsche Bundestag hat im März das Altersvorsorgereformgesetz verabschiedet, das ab Anfang des nächsten Jahres in Kraft treten wird. In der Folge werden Depotanbieter in Zukunft Altersvorsorgedepots anbieten können, in die Sparer einfach investieren können. Diese Depots werden durch den Staat gefördert. Dabei soll es klassische Garantieprodukte mit 80 % oder 100 % Kapitalschutz geben, aber auch Depots “ohne Garantie”, die höhere Renditechancen ermöglichen. Vor allem Geringverdiener können davon profitieren, da es auf die ersten 360 € Einzahlung 50 % Zulage geben wird. Bis zu 180 € kann es dadurch also zusätzlich geben.

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Bei Beträgen zwischen zwischen 360,01 € und 1.800 € gibt es zusätzlich 25 % für bis zu 360 € extra. Die Maximalförderung, für ein Altersvorsorgedepot, soll bis 1.800 € gehen. Wer diesen Betrag zahlt, erhält eine Zulage von 540 €. Zudem gibt es eine Kinderzulage mit 100 % Förderung bis 300 €. Berufseinsteiger unter 25 Jahren können von einem einmaligen Bonus in Höhe von 200 € profitieren. Bis zu 6.840 € können jährlich eingezahlt werden. Es erfolgt dann eine Günstigerprüfung durch das Finanzamt. Der Kostendeckel für die Anbieter liegt bei 1,0 % pro Jahr. Auch Freiberufler, Selbstständige und Gewerbetreibende werden in die Förderung mit einbezogen.

Die Auszahlungsphase und Altverträge

Die Auszahlungsphase und Altverträge In Zukunft wird es keinen Versicherungszwang mehr geben. Eine lebenslange Rentenversicherung ist nicht mehr vorgeschrieben. Wenn die Rente beginnt, können 30 % des Kapitals auf einen Schlag entnommen werden. Danach greifen die Auszahlpläne bis zum 85. Lebensjahr. Auch werden in Zukunft zeitlich befristete Rentenmodelle möglich. Wer bisher einen Riester-Vertrag hatte, kann diesen auch weiterhin besparen.

Allerdings ist ab 2027 auch ein förderunschädlicher Wechsel möglich. Ab dem nächsten Jahr dürfen keine neuen Verträge mehr nach dem alten Riester-Modell abgeschlossen werden. Diese Reform wurde von der Koalition aus CDU/CSU und SPD beschlossen. Begrüßt wird die Reform auch von der AfD und den Grünen, wenn auch mit Kritik. Die Linke sieht dagegen in der Reform eine Förderung der Finanzfirmen.

Fazit zum Altersvorsorgedepot ab 2027

Fazit zum Altersvorsorgedepot ab 2027 Einigkeit bestand darin, dass das Rentensystem eine Reform benötigt. Nun wurde die gesetzliche Rente zwar nicht verändert, dafür aber eine neue Möglichkeit für Altersvorsorgedepots beschlossen. Die werden ab dem nächsten Jahr angeboten, wobei es einfach zu besparende Standarddepots gibt, die bis zu 360 € mit 50 % gefördert werden. Darüber hinaus gibt es bis 1.800 € noch eine Zulage von 25 %. Insgesamt kann es also bei einer Eigenleistung von 1.800 € insgesamt 540 € Zulage geben. Die Reform wird ab dem 1. Januar 2027 greifen, womit die Anbieter noch Zeit haben, um entsprechende Depots auf den Weg zu bringen. Als Alternative zu einem Depot empfiehlt sich eine Immobilie als Vorsorge für das Alter.