Es gibt viele verschiedene Berufe, doch nicht alle davon sind auch gleichermaßen erfüllend. Für manche Menschen ist es wichtig, dass der eigene Beruf eine bestimmte Bedeutung hat. Und das ist oft gegeben, wenn man mit anderen Menschen zusammenarbeitet, die in verschiedenen Formen unterstützt werden können. Gemeinhin spricht man dabei vom Sozialwesen, was ganz unterschiedliche Jobs umfasst. Es gibt Sozialarbeiter und Streetworker, Erzieher und Jugenderzieher, ebenso aber auch Altenpfleger und Betreuungskräfte. Wer gerne mit Menschen arbeitet und diesen helfen möchte, kann also schauen, einen Beruf im Sozialwesen zu erhalten. Dafür gibt es oft Ausbildungen, aber nicht immer. Chancen gibt es viele, da in vielen Bereichen händeringend nach Personal gesucht wird. Verschiedene Jobbörsen im Internet helfen bei der Suche geeigneter Stellen. Mehr dazu in diesem Artikel.
Aufgabenbereiche im Sozialwesen
Um eine stabile demokratische Gesellschaft aufzubauen, ist es wichtig, dass allen Menschen in ihren jeweiligen Lebenssituationen geholfen wird. In sehr vielen verschiedenen Berufen des Sozialwesens kann man unmittelbar mit Menschen arbeiten und ihnen bei ihren unterschiedlichen Herausforderungen im Leben helfen. Folgend die verschiedenen Bereiche, in denen das möglich ist.
Klassische Soziale Arbeit & Beratung
Ein Bereich ist die klassische soziale Arbeit, bei der Menschen in schwierigen Lebenslagen beraten werden können. Jobs sind beispielsweise die der Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen, die beim Jugendamt arbeiten können, ebenso aber auch in der Suchthilfe, bei der Obdachlosenhilfe oder auch im Gefängnis, um bei der Resozialisierung zu helfen. Sie beraten, organisieren Hilfepläne und können auch bei den oft nicht leichten Behördengängen helfen. In eine ähnliche Richtung geht die Arbeit des Streetworkers, der direkt auf der Straße nach Menschen sucht, die vielleicht suchtkrank oder obdachlos sind, um ihnen niederschwellige Hilfe anzubieten. In Fachberatungsstellen kann man ebenfalls helfen, beispielsweise bei Themen wie Schwangerschaften oder Schulden.
Arbeit mit Kindern, Jugendlichen & Familie
Wenn es um soziale Arbeit geht, dann rücken schnell Familien bzw. Kinder und Jugendliche in den Fokus. Viele Probleme entstehen bei Menschen schon in jungen Jahren, weshalb Aspekte wie Erziehung, Bildung und Entwicklungsförderung enorm wichtig sind. Als Erzieher oder Pädagoge kann man in Kitas arbeiten, ebenso in Horten und Ganztagsschulen.
Auch kann man sich als Jugend- und Heimerzieher einbringen, um Kinder und Jugendliche in Wohngruppen und Heimen zu betreuen. Als Schulsozialarbeiter ist man direkt an einer Schule angestellt, um den dortigen Schülern bei ihren Problemen wie Notendruck, familiäre Krisen und Mobbing zu helfen. Als neutraler Ansprechpartner ist man oft die einzige Hoffnung für die Schüler.
Arbeit mit Menschen mit Behinderung
Ein weiterer Bereich im Sozialwesen betrifft die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Hierbei können Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen unterstützt werden, damit sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Mögliche Berufe in diesem Bereich sind Heilerziehungspfleger oder Heilpädagoge. Dabei werden Betroffene im Alltag begleitet, man lebt oder arbeitet in inklusiven Wohngemeinschaften oder auch in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit, als Arbeitspädagoge oder Arbeitsanleiter zu arbeiten. Dabei werden Menschen mit Einschränkungen in geschützten Werkstätten bei handwerklichen oder industriellen Tätigkeiten unterstützt.
Pflege, Seniorenbetreuung & Gesundheit
Immer wieder wird über die Altersarmut gesprochen und das Geld für die Pflege fehlt. Umso wichtiger sind die Berufe, die beim aktuellen demografischen Wandel unverzichtbar sind. Als Altenpfleger oder Pflegefachkraft arbeitet man im Seniorenheim oder in der ambulanten Pflege, um Menschen direkt zu Hause zu helfen. Als Alltagsbegleiter oder Betreuungskraft kann man dabei helfen, den Alltag zu strukturieren. Spaziergänge, Basteln oder auch Vorlesen können Menschen mit Demenz helfen. Und dann gibt es auch noch den medizinischen Sozialdienst, der als Sozialarbeiter im Krankenhaus tätig ist und den Patienten und Angehörige dabei berät, wie es nach einem Klinikaufenthalt weitergehen kann.
Organisation, Verwaltung & Management
Im Sozialwesen gibt es auch Berufe, die mehr in Richtung Management gehen. Beispielsweise als Einrichtungs- oder Pflegedienstleitung in Pflegeheimen, Kitas oder auch Beratungsstellen. Auch als Sozialmanager kann man arbeiten und somit Menschen helfen.

Hierbei können BWL-Kenntnisse von Vorteil sein, die mit sozialem Fachwissen kombiniert werden. Beispielsweise bei Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas, dem Roten Kreuz oder der Diakonie. Als Verwaltungsmitarbeiter kann man zudem in den Personal- und Abrechnungsabteilungen sozialer Träger arbeiten. Damit zeigt sich, dass vielfältige Ausbildungen und Fähigkeiten genutzt werden können, um im Sozialwesen beruflich Fuß zu fassen.
Die wichtige Bedeutung sozialer Arbeit
Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig soziale Arbeit ist. Es ist das Sicherheitsnetz einer gesunden Gesellschaft. Ohne ein funktionierendes Sozialwesen könnte das Gemeinwesen kollabieren, was durchaus auch immer wieder in Teilen zu beobachten ist. Drei Faktoren sprechen für die wichtige Bedeutung. Zum einen ist das Sozialwesen gleichzeitig Prävention und Krisenintervention. Menschen kann geholfen werden, wenn ihr Schicksal aus den Fugen geraten ist. Zum anderen kann damit für gesellschaftlichen Frieden und Integration gesorgt werden. Es werden Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sozialisierung gebaut. Letztendlich sichert es auch armen Menschen, chronisch Kranken und Menschen mit Behinderung eine demokratische Teilhabe.
Was muss man mitbringen?
Wer in die soziale Arbeit einsteigen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die gute Nachricht ist aber, dass es ganz unterschiedliche Berufe gibt, in denen man seine Stärken einbringen kann. Grundsätzlich aber braucht es Empathie, allerdings mit einer gesunden Portion der Abgrenzung. Sich in die Lage anderer hineinversetzen zu können, ist enorm wichtig. Ebenso aber auch, dass man die Probleme der anderen Menschen nicht mit nach Hause nimmt. Auch braucht es Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten. Man hat mit Menschen zu tun, die vor großen Herausforderungen stehen und entsprechend nicht immer alles nach Plan läuft. Dennoch sollte man frei von Vorurteilen und psychisch belastbar sein.

Wenn es um fachliche und formale Kompetenzen geht, können sich ganz unterschiedliche Ausbildungen und berufliche Biografien auszahlen. Rechtliche Kenntnisse sind sehr von Vorteil, da soziale Arbeit stark an Gesetze gebunden ist. Sozialrecht sowie Familienrecht mit Kinder- und Jugendhilferecht spielen immer wieder eine Rolle. Auch Methodenkompetenz ist gefragt, wenn es um Beratungstechniken, Gesprächsführung und Krisenintervention geht. Ein Studium der Sozialen Arbeit oder der Sozialpädagogik ist in den Kernbereichen zwingend erforderlich. Ebenso braucht es für die erzieherischen und pflegerischen Bereiche staatlich anerkannte Ausbildungen.
Sozialwesen – Jobbörsen
Um in die soziale Arbeit starten zu können, braucht es entsprechende Stellen. Jobbörsen sind dabei hilfreich, um in seiner Umgebung, Region oder darüber hinaus nach Ausschreibungen zu suchen.
Deutschland
Österreich
Schweiz
Fazit zu Jobs und Arbeit im Sozialwesen

