Feuerwehr-Museum Fulda soll neuen Standort erhalten

Feuerwehr-Museum Fulda soll neuen Standort erhalten

1963 hat das Deutsche Feuerwehr-Museum in Fulda seinen Ursprung genommen und hat seitdem bereits einen Umzug hinter sich. Bald könnte eine weitere Standortänderung anstehen, da es neue Pläne für die Zukunft gibt. Das Museum soll von der St. Laurentius-Straße in die Weimarer Straße umziehen. Dort soll es in die ehemalige und heute denkmalgeschützte Textilfabrik gehen, die in der Nähe zur Innenstadt liegt.

Damit soll auch eine Zusammenführung des Feuerwehr-Museums mit der historischen Sammlung des Technischen Hilfswerks erfolgen. So soll ein modernes, bundesweit ausgerichtetes Museum entstehen. Es soll zukünftig auch als Kongress- und Begegnungszentrum für den deutschen Bevölkerungsschutz dienen. Der Umzug bringt mehrere Vorteile mit sich. Umgesetzt werden sollen die Pläne in zwei Bauabschnitten. Mehr zu diesem Vorhaben gibt es in diesem Artikel zu erfahren.

Die Pläne für das Deutsche Feuerwehr Museum

Mittlerweile steht das Deutsche Feuerwehr Museum in Fulda seit 1988 an seinem Standort in der St. Laurentius-Straße. Doch für die Zukunft hat man einige Änderungen geplant, vor allem aber einen Umzug an einen neuen Standort. In Zukunft soll das Museum an der Weimarer Straße 22/24 zu finden sein. Dort gibt es die ehemalige Textilfabrik, die heute denkmalgeschützt ist. Im September 2026 hat es dazu eine Sitzung des städtischen Ausschusses für Bauwesen, Stadtplanung, Klimaschutz und Mobilität gegeben. Über das Vorhaben wird in der Stadt Fulda noch politisch beraten.

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Rund 18,5 Millionen Euro erwartet die Stadt an Fördermitteln für das Gesamtprojekt. Diese Summe setzt sich zusammen aus Bund, dem Land Hessen, der Städtebauförderung und einer privaten Nachlass-Spende. Es wird sich nicht einfach nur um einen Umzug handeln, da zuvor die alte Fabrik umfassend renoviert werden soll. Zudem handelt es sich um eine Zusammenführung, womit das Feuerwehr-Museum und die historische Sammlung des Technischen Hilfswerks zusammenkommen sollen. Das Museum soll modern aufgestellt werden und als Zentrum des deutschen Bevölkerungsschutzes dienen. Es soll ein Ort der Begegnungen werden, an dem auch Konferenzen abgehalten werden können.

Die Bauabschnitte

Das Vorhaben soll in zwei Bauabschnitten durchgeführt werden. Der erste Bauabschnitt betrifft den Südteil des Gebäudes. Hier sollen Veranstaltungs-, Seminar-, Tagungs- und Projekträume entstehen. Diese sollen in Zukunft auch für Vereine sowie generell für Initiativen von Bürgern und geplante Bildungs- und Kulturaktivitäten zur Verfügung stehen. Dafür ist eine Förderung über das Programm “Wachstum und nachhaltige Erneuerung Langebrücke/Hinterburg“ vorgesehen. Im zweiten Bauabschnitt wird es um den Nordteil gehen, der umfangreich saniert werden soll. Hier soll die eigentliche Ausstellung unterkommen, die grundsätzlich das Thema “Bevölkerungsschutz” umfasst. In Aussicht gestellt sind dafür Bundesmittel aus “KulturInvest”, außerdem Landesmittel als Hessentagsprojekt.

Ein Besuch des Feuerwehr-Museums in Fulda

Das Feuerwehr Museum in Fulda-Neuenberg lohnt auf jeden Fall immer einen Besuch. Auch jetzt noch, bevor der geplante Umzug stattfinden wird. Betrieben wird es vom Verein des Museums der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks unter dem Vorsitz von DFV-Präsident Karl-Heinz Banse, Museumsleiter ist Bernd Müller-Strauß. Gegründet wurde es bereits am 9. Juni 1963 und zog im Jahr 1988 an den heutigen Standort. Damals übernahm Dr. Norbert Rücker als erste hauptamtliche Kraft die Geschäftsführung. Entworfen wurde das derzeitige Gebäude von Rudolf Schick. Jährlich verzeichnet das Museum rund 25.000 Besucher und ist barrierefrei. Vor dem Gebäude gibt es einen Pflanzengarten zum Thema Feuer.

Ein Besuch des Feuerwehr-Museums in Fulda

Im DFM geht es nicht nur um Brandbekämpfung und Brandschutz aus technischer Sicht, sondern auch als Teil der Kultur- und Sozialgeschichte. Aktuell gibt es 1.600 m² Ausstellungsfläche und mehrere Hallen. In Halle 1 geht es um die Frühgeschichte bis zum Jahr 1918. Hier geht es auch um die erste Nutzung des Feuers durch den Homo erectus vor etwa 400.000 Jahren. Weitere Stationen sind das Mittelalter und der 1. Weltkrieg. Dagegen werden in Halle 2 das 20. Jahrhundert und die Moderne behandelt. Also Meilensteine der Motorisierung, aber auch die Schattenseite der Nutzung der Feuerwehr im NS-Regime.

Zu den sehr bekannten Ausstellungsstücken gehört unter anderem die älteste erhaltene fahrbare Handdruckspritze, die im Jahr 1624 während des Dreißigjährigen Krieges gebaut wurde. Auch gibt es hier die älteste bekannte pferdegezogene Drehleiter aus dem Jahr 1808 zu bestaunen. Die erste elektromobile Drehleiter der Welt sowie eine funktionsfähige Dampfspritze von 1903 und das Abgaslöschfahrzeug “Hurrican” sind ebenfalls interessante Exponate. Das Museum arbeitet dabei auch oft mit Partnern zusammen. Dazu zählt seit 2013 das Nationale Feuerwehrmuseum der Niederlande in Hellevoetsluis.

Feuerwehr-Museum Fulda: das Fazit

Feuerwehr-Museum Fulda: das FazitDas Feuerwehr-Museum ist beliebt und soll in Zukunft sogar noch erweitert werden. Geplant ist dafür ein Umzug in die Weimarer Straße. Dann sollen ein großes Museum und auch ein Begegnungs- und Kongresszentrum entstehen, die sich insgesamt mit dem deutschen Bevölkerungsschutz beschäftigen. Ungefähr 18,5 Millionen Euro an Fördermitteln erwartet die Stadt, die sich aus verschiedenen Quellen speisen. Aktuell stehen noch weitere politische Beratungen aus, doch grundsätzlich sieht es positiv für das Vorhaben aus. Das geplante neue Gebäude ist eine alte Textilfabrik, die unter Denkmalschutz steht. In zwei Bauabschnitten soll das neue Museum entstehen. Derzeit ist noch nicht bekannt, wann die Eröffnung sein wird.