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Wie riskant sind Kryptowährungen?

Die Möglichkeiten, sein hart erspartes und verdientes Geld anzulegen sind so vielfältig, wie noch nie. Jeder kann für sich selbst bestimmen, ob man lieber in Immobilien, Wertpapieren, Kryptowährungen oder moderne Start-ups investieren möchte. Letztlich bestimmt das Budget, welche Anlageform in Frage kommt.

Schon seit rund 17 Jahren hat man als potenzieller Investor die Möglichkeit, auch in Kryptowährungen zu investieren oder einfach nur damit zu bezahlen. Dies können eine Chance und auch Risiko zugleich sein. Worauf doch wie hoch ist das Risiko Kryptowährungen und was gilt es zu beachten?

Risiko Kryptowährungen – diese Risiken gibt es

Wo große Gewinne gemacht werden können, sind große Verlust meist nicht weit entfernt. Digitale Währungen rund um Cryptos & Co. sind ein Paradebeispiel dafür und der Kursverlauf des Bitcoin auf 3 Jahre rückwirkend der beste Beweis. Welche Risiken es bei digitalen Währungen wie Bitcoin, Ethereum & anderen gibt, zeigen wir euch nachfolgend auf.

Volatilität bei digitalen Währungen

Das wohl größte Problem beim Risiko Kryptowährungen sind die Preisschwankungen. Wie bei jeder anderen Anlageform auch, bestimmen die täglichen Kurse darüber, ob es sich für Investoren lohnt, den Einkauf von Kryptowährungen zum aktuellen Zeitpunkt zu realisieren. Auch etablierte Kryptowährungen wie der Bitcoin schwanken stark und können binnen weniger Tage deutlich an Wert gewinnen oder verlieren. Ether, die Währung von Ethereum, fiel von Anfang 2025 bis April 2025 von etwa 3.300 auf 1.500 US-Dollar, ein Minus von 54 Prozent. Die BaFin stuft Kryptowerte wegen dieser hohen Volatilität als hochspekulative Geldanlage ein. Ein Totalausfall ist bei großen Währungen seltener als bei neuen Projekten, heftige Kurseinbrüche gibt es aber auch beim Marktführer Bitcoin.

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Neue und unbekannte Kryptowährungen locken mit der Hoffnung, niedrig einzukaufen und teurer weiterzuverkaufen. Tatsächlich sind sie besonders riskant, denn ihr Kurs hängt stark von Hypes ab, und ein Totalverlust ist möglich. Sogenannte Memecoins ähneln laut BaFin eher einem Glücksspiel als einer Geldanlage. Zu beachten ist, dass auch Gebühren beim Handel mit dazu kommen. Das Ansteigen oder Senken von dieser kann ebenfalls mit dazu beitragen, dass Preise auf dem Krypto-Markt schwanken.

Risiko Kryptowährungen: die Blasengefahr

Ähnlich wie bei Aktien, können sich auch bei Kryptowährungen Blasen bilden. Das heißt nichts anderes als dass man viel spekuliert und hofft, dass das Geld, was in die online Währungen investiert wurde, sich stets von alleine vermehrt. Doch kann es auch schnell mal kommen, dass Kurse drastisch einbrechen und eine Kryptowährung von jetzt auf gleich vom Markt verschwindet, somit auch das eingelegte Geld verloren ist. Wie bei jedem Spekulationsgeschäft steigt je nach Währung auch die Gefahr, dass die Blase irgendwann platzt.

Politische Risiken

Fakt ist, ohne Geld würde es wahrscheinlich keine Kriege geben, denn in der Regel geht es bei solchen Konflikten gerade darum, um Finanzen, Rohstoffe und Macht. Kryptowährungen können also auch dazu dienen, Finanzsysteme von Ländern zu unterstützen, welche Kriege angezettelt haben. Des Weiteren hat jeder Staat die Möglichkeit, den Handel mit Kryptowährungen zu regulieren oder gar komplett zu verbieten, theoretisch innerhalb von wenigen Tagen. Wer in solch einem Land oder Staat lebt und viel Geld in eine Kryptowährung investiert hat, wird dann ein Problem bekommen, denn die Möglichkeit, weiterhin in diese anzulegen wird dann reglementiert, eingeschränkt oder gar verboten sein. Doch wer wandert deswegen von jetzt auf gleich aus?

Politische Risiken

Das Problem ist, ein Staat kann das Internet für seine Bewohner einschränken, zensieren und den Zugriff quasi auch verbieten. Sicherlich kann man mit VPN einige Sperren umgehen und so vielleicht auch in einem Land mit Kryptos traden, wo es eigentlich verboten ist. Dabei sind Kryptowerte deutlich riskanter als eine breit gestreute Anlage in Aktien oder Fonds, die BaFin stuft sie als hochspekulativ ein. Das zeigt auch das Beispiel des Norwegischen Staatsfonds, der Bitcoin allenfalls indirekt über Aktien einzelner Unternehmen hält.

Betrüger und kriminelle Energien

Alles, was gut ist und für Aufmerksamkeit sorgt, lockt auch dunkle Gestalten an. Das Mining, also das Schürfen neuer Coins, lohnt sich mit dem eigenen Rechner kaum noch, denn Bitcoins entstehen heute überwiegend bei spezialisierten Mining-Unternehmen, und Ethereum hat das Mining im September 2022 ganz abgeschafft. Betrüger nutzen das Verfahren dennoch aus. Diese haben die Möglichkeit, Schadprogramme auf fremden Computern einzuschleusen und mithilfe deren Rechenleistung Kryptos beziehungsweise Bitcoins zu generieren.

Auch Hackerangriffe sind in der Gegenwart keine Seltenheit mehr. Gerade Krypto-Börsen und Trading-Plattformen sind immer potenzielle Ziele von Kriminellen, welche versuchen, an dort befindliche Beträge von Kryptowährungen zu kommen. Mangelnde Verschlüsselungsmechaniken und Algorithmen sowie fehlender Datenschutz in vielen Ländern tragen dazu bei, dass Kriminelle nicht selten leichtes Spiel haben.

Umweltsünder Digitalwährung

Kryptowährungen belasten auch die Umwelt. Der hohe Stromverbrauch entsteht vor allem beim Mining von Währungen, die wie der Bitcoin auf dem Rechenverfahren Proof of Work beruhen. Das Bitcoin-Netzwerk verbraucht laut einer Studie der Universität Cambridge rund 138 Terawattstunden Strom im Jahr, etwa 0,5 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs. Ethereum ist im September 2022 auf das Verfahren Proof of Stake umgestiegen und verbraucht seitdem rund 99,95 Prozent weniger Energie.

Umweltsünder Digitalwährung

Man ist also gezwungen, die Nachfrage immer weiter bedienen zu müssen, was dazu führt, dass neue Flächen für Windkraftanlagen gerodet oder für den Kohleabbau ausgebaggert werden müssen, wenn nicht in Deutschland, dann woanders. Dass so die Natur und letztlich auch der Mensch darunter leidet, sieht man am anhaltenden Klimawandel.

Risikofaktor Stablecoins

Stablecoins stabilisieren den Krypto-Markt, da sie einen relativ stabilen Gegenwert besitzen. Die Wertigkeit orientiert sich an Edelmetalle wie Gold oder dem US-Dollar. Steigt in den USA die Inflation, verliert ein Dollar-Stablecoin mit dem Dollar an Kaufkraft. Gefährlicher ist es, wenn sich Stablecoins von ihrem Referenzwert lösen, wie beim Zusammenbruch von TerraUSD. Dies hat Auswirkungen auf den Anlagemarkt und virtuelle Währungen, welche nicht unter die Stablecoins fallen.

Fazit zum Risiko Kryptowährungen

Fazit zum Risiko KryptowährungenWeder die Renten sind heutzutage sicher, noch die modernen Formen, wie man sein Geld anlegt. Wo es Chancen gibt, existieren auch Risiken, welche viele von uns stets unterschätzen oder innerlich wegdrücken. Die Verlockung ist groß, sich auf Krypto-Trades einzulassen, schließlich locken an jeder Ecke Versprechungen und Angebote, welche es einem scheinbar leicht machen, schnell ein Vermögen bei geringem finanziellem Einsatz zu generieren. Doch so einfach ist es dann doch wiederum nicht.

Bitcoin und Ethereum sind die größten Kryptowährungen, stabil sind sie deshalb nicht, und ein gesetzliches Zahlungsmittel sind sie ebenfalls nicht. Bezahlen kann man mit ihnen nur dort, wo Händler das freiwillig anbieten. Zudem sind sie von Angebot sowie Nachfrage abhängig, ebenso der Inflation und dem politischen Weltgeschehen. Es ist kein Geheimnis, dass es sich bei Trades von Kryptowährungen um spekulative Geschäfte handelt. Doch ist auch das Ankaufen von Trödel und das Weiterverkaufen auf entsprechenden Gebrauchtwarenmärkten stets ein Spekulationsgeschäft, wenn auch nur im kleineren Rahmen.